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Erfahrung plus Experimentierfreude plus effizientes Netzwerk ist Erfolg.
Von Susanne Kargus
Regen
Franz-Josef Hock ist kein Mathematiker, sondern gelernter Mechatroniker und hat beruflich vor allem mit Harzen und Kunststoffen zu tun. Trotzdem würde diese Gleichung gut zu seinem Berufsleben passen. Denn der 29-Jährige betreibt mit seinen Eltern und seiner Schwester gleich zwei Familienbetriebe im Gewerbegebiet Metten.
Um die Firmen noch weiter voran zu bringen, setzt Franz-Josef Hock auf das Know-how des Vaters, kombiniert mit neuen Ideen von ihm selbst. In der Serie von Landkreis Regen und dem Bayerwald-Boten erklärt er, warum die Vernetzung mit Fachleuten, Existenzgründern, alteingesessenen Unternehmern und vielen anderen für ihn ein Schlüssel zum Erfolg ist.
Langsam wuchs Hock in die Arbeit hinein

Wärme von der Wand: Franz-Josef Hock entwirft unter anderem extravagante Infrarot-Heizungen − eine von ihnen sorgt auch im eigenen Wohnzimmer für Wohlfühl-Temperatur. − Foto: Kargus
Schon etwas länger schmeckte Franz-Josef Hock in den Alltag eines Unternehmers hinein: 2004 gründeten seine Eltern die Firma "S u. K GmbH", zwei Jahre später folgte im Straßfeld die "ZoE – Zentrum oft Excellance GmbH & Co KG". Forschung, Entwicklung und Produktion im Kunststoffbereich gehen in beiden Betrieben Hand in Hand. Vater Dr. Klaus Hock hat sich vor allem mit der Forschung einen Namen gemacht, vor der Unternehmensgründung sammelte er unter anderem Erfahrung in der Kunststoffindustrie. Sohn Franz-Josef arbeitete in den elterlichen Betrieben von Anfang an mit − erst ohne Verdienst als Unterstützer der Eltern neben seiner eigentlichen Arbeit; 2009 stieg der Regener als Prokurist in die beiden Unternehmen ein; zum 1. Januar 2012 übernimmt er die Geschäftsführung der "S u. K GmbH".
Der Slogan, mit dem eine Gemeinde im Landkreis um Urlaubsgäste warb, gefällt auch Franz-Josef Hock: "Ich arbeite, wo andere Urlaub machen. Das möchte ich nicht missen", betont er. Er wuchs in Regen auf, lebte und arbeitete später jahrelang in der Nähe von München. Als seine Frau nach Zwiesel versetzt wurde, entschied sich Franz-Josef Hock ebenfalls für die Rückkehr in die Heimat. "Und das habe ich noch keine Sekunde bereut", macht der 29-Jährige klar. Er schwärmt in den höchsten Tönen vom Landkreis Regen. "Hier gibt es auch für technische Branchen stark spezialisierte Betriebe, wie wir es sind, oder Leute, die in ihren Unternehmen ungewöhnliche Wege gehen, viel Potenzial", lobt Franz-Josef Hock.
Die Region sei nicht nur wegen der schönen Landschaft, der günstigeren Immobilienpreise gegenüber der Großstadt oder der sozialen Möglichkeiten interessant. "Der Landkreis ist auch ein sehr guter Wirtschaftsstandort", ist der junge Unternehmer überzeugt, der sich ehrenamtlich im Rettungsdienst des örtlichen Roten Kreuzes oder bei der Wasserwacht stark engagiert. Die Hock’schen Betriebe forschen und fertigen vor allem für Kunden aus der Region. Sie produzieren im Leichtbausektor, bieten Trägerplatten oder Formteile für Großkonzerne an, verkaufen Laminier- und Gießharze für Privatleute und Unternehmen, recyceln Kunststoffe aus der Industrie oder entwickeln und fertigen Infrarot-Heizungen im außergewöhnlichen Design.
80 Prozent der Geschäfte laufen über Beziehungen
Franz-Josef Hock ist ein Netzwerker mit Leib und Seele. Bevor er in der elterlichen Firma anfing, informierte er sich in der Gründeragentur des Landkreises mit Existenzgründern aus anderen Branchen über die Herausforderungen und Chancen der Selbstständigkeit. Er knüpft gerne Kontakte bei Seminaren in der Region, wie bei der Unternehmerschule der Hans-Lindner-Stiftung. Besucht das Gründerfrühstück, um mit Gründerkollegen ins Gespräch zu kommen. Geht zu Netzwerk-Tagen, um neue Leute kennen zu lernen oder bestehende Bekanntschaften zu vertiefen. Selbstverständlich ist für Franz-Josef Hock auch die Mitarbeit in der Zukunftswerkstatt des Landkreises oder das Engagement in Netzwerken, beispielsweise im Bereich Chemie oder Leichtbau. "Man kann überall etwas für sich und den eigenen Betrieb mitnehmen, sich gegenseitig manch wertvollen Rat geben, Aufträge oder Ideen für neue Produkte sowie andere Ansatzpunkte herausholen", erklärt Franz-Josef Hock.
Bei "ZoE" und "S u. K" kämen 80 Prozent der Geschäfte über persönliche Beziehungen oder Mund-zu-Mund-Werbung zustande. "Wenn man ständig im Kontakt mit anderen ist, kann man am einfachsten kontrollieren, was man selbst besser machen könnte", sagt der 29-Jährige. Oft entstünde eine Zusammenarbeit fast zufällig. "Man kommt ins Gespräch, unterhält sich, und erfährt nebenbei, dass einer ein Produkt günstiger zuliefert, als man es selbst produzieren kann. Oder umgekehrt: Dass jemand genau unsere Sachen gut für die eigene Arbeit brauchen könnte." Er rät Existenzgründern, umzudenken. "Man muss nicht alles selber machen, sondern kann mit anderen zusammenarbeiten. Es gibt viele Spezialisten im Landkreis, man muss nur miteinander reden, um etwas zu bewegen", findet Franz-Josef Hock.
Gerade in schwierigen Zeiten, wenn beispielsweise ein großer Auftrag wegbricht, geplante Investitionen scheitern oder das Geschäft nicht so gut läuft, sei ein funktionierendes Netzwerk eine große Hilfe. "Wir planten vor einiger Zeit Investitionen in Höhe von rund drei Millionen Euro, wollten anbauen, zusätzliche Mitarbeiter einstellen.
Die erste Krise mit neuen Ideen gemeistert
Dann sprang ein Großkunde ab. Wir mussten uns auf den Hosenboden setzen und uns etwas Neues einfallen lassen", schildert Franz-Josef Hock die nicht leichte Situation für einen Familienbetrieb. Er setzte auf innovative Ideen wie einen Online-Vertrieb für Gießharze, der mittlerweile richtig gut läuft, fing an über das Recycling von PE nachzudenken, spezialisierte sich auf Laminierharze für Boote und Teiche oder machte sich an das Designen von extravaganten Infrarot-Heizungen. "Oft kamen die ersten Anregungen aus dem Netzwerk, beispielsweise von Unternehmern, die nicht mehr wussten, wo sie mit ihren Kunststoff-Abfallprodukten hinsollten", erzählt Franz-Josef Hock.
Auch wenn er und sein Vater − wie wohl in allen Familienbetrieben manchmal aneinandergeraten und schon von Alters wegen andere Ansichten haben − stemmt die Familie letztlich alles zusammen. "Ich lerne unwahrscheinlich viel von ihm, er schätzt meine andere Herangehensweise und meine Ideen − auch, wenn es manchmal einen Generationenkonflikt gibt", sagt Franz-Josef Hock. Erfahrung plus Experimentierfreude, eingebettet im engen Netzwerk. "Mit diesem Mix kann man als junger Unternehmer Erfolg haben."
Kleine Firma mit Kompetenz, die großen Unternehmen hilft
Wochenblatt(April 2011)
Zentrum of Excellance in Regen entwickelt innovatives Material für fast alle Zwecke
Von Lothar Wandtner
Kunststoffe können fast alles und ihre Weiterentwicklung kennt keine Grenzen. Große Kompetenz ist gefragt, um das richtige Material für die verschiedensten Zwecke zu schaffen – innovativen Werkstoffen gehört die Zukunft. Das Zentrum of Excellance (ZoE) in Regen ist eine kleine Firma, die diese Materialen schafft. Forschung, Entwicklung und Produktion von hochwertigen und hochspezialisierten Kunststoffen ist die Kernkompetenz des Unternehmens der Familie Hock.
Dr. Klaus Hock ist Chemiker und seit mehr als 25 Jahren in der Entwicklung von Formteilen und Platten tätig. Mit seinem Wissen hat er sich gemeinsam mit seiner Frau Susanne und Sohn Franz-Josef 2004 selbstständig gemacht – und schließlich im Gewerbegebiet Metten II in Regen ein Firmengebäude errichtet, in dem hochwertigstes Material hergestellt wird. Genauer gesagt sind es sogar zwei Unternehmen, die die Familie führt: Die S u. K Hock GmbH, die Materialprüfungen, Analysen und auch Beratung im Bereich von Kunstharzprodukten anbietet. Zum anderen die Firma ZoE GmbH&Co.KG, die spezielle Produktideen und -lösungen für Kunden in Deutschland und Europa umsetzt.
Know How in Sachen Kunststoff
„Unsere Kunden stellen die Anforderungen, die sie an ein Material haben. Wir sorgen für die Entwicklung dieser Werkstoffe und bereiten die Fertigung davon vor“, erklärt Dr. Klaus Hock das Aufgabenfeld. Seine Firma liefert das Know How in Sachen Kunststoff, das etwa von der Lüftungsindustrie oder Maschinen- und Anlagenbauern genutzt wird. Die Ergebnisse lassen sich sehen: Kunststoffe mit Leuchteffekten wurden ebenso entwickelt, wie Platten und Formteile mit erheblicher Gewichtseinsparung, verbesserter Schallisolierung und besten Wärmedämmwerten. In der ZoE geht man einen Schritt weiter: Hier wird nicht nur entwickelt, hier wird auch in Klein- und Großserie produziert. Die gewünschten Produkte sind an Vielfalt kaum zu überbieten: Das geht von Ablaufrinnen für Balkone über die Entwicklung von schweren, kratzfesten Skiständern bis hin zur Infrarot-Heizung für kleine Räume.
Energie sparen mit Infrarotheizungen
Letztere wurde von ZoE von Grund auf entwickelt: Es handelt sich dabei um Wandelemente in beliebiger Größe, die in jedem Raum installiert werden können: „Es ist die effektivste Heizung am Markt“, sagt Dr. Hock. „Es ist uns gelungen, aus geringster elektrischer Energie die maximal mögliche Heizleistung herauszuholen.“ Der Clou dabei: Die Wandelemente können mit unterschiedlichen Oberflächen angeboten werden: Vom Naturstein bis hin zum Wärme spendenden Wandbild. „Die Infrarotheizung ist vergleichbar mit einem elektrischen Kachelofen: Sie strahlt eine angenehme Wärme ab.“
Für die Region etwas bewegen
ZoE wurde 2006 gegründet, in die Infrarotheizung hat die Firma mehrere Jahre Entwicklungsarbeit gesteckt. Jetzt ist die Marktreife erreicht und man will den Vertrieb aufbauen. Die entsprechenden Voraussetzungen dafür seien geschaffen – zum einen das Firmengebäude im Gewerbegebiet, zum anderen die Schaffung eines breiten Produkt- Angebots. „Wir stecken im Moment sozusagen noch in den Kinderschuhen, hoffen aber, dass wir uns nun nach und nach vergrößern.“ Vier Mitarbeiter beschäftigt momentan die S u. K Hock GmbH, in der ZoE sind sechs Mitarbeiter beschäftigt. „Unser Ziel ist es natürlich, für die Region etwas zu bewirken und weitere Arbeitsplätze zu schaffen“, Der Bayerische Wald sei der Familie ans Herz gewachsen – und obwohl es gerade in der chemischen Industrie bessere Standorte gebe, fühle man sich in Regen bestens aufgehoben. Wachstumspotenzial sieht die Familie sowieso: So hat man den Werkstoff „ZoE light“ entwickelt, der auf viel Interesse in der Industrie gestoßen sei. Es handelt sich dabei um ein Kunstharz-Produkt, das als Alternative zu Holz in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden könnte: für Bauteile, als Unterbau für Steinplatten, als Baumaterial, als Ersatz von Rigipsplatten oder für Beplankungen: „Das Material ist leicht, wasserfest, stabil und schraubbar“, erklärt Dr. Hock. Von „ZoE light“ erhofft man sich den Durchbruch – und damit auch das entsprechende Wachstum der Firma.
Kunststoff macht’s möglich: Metten wächst |
(PNP-Bayerwaldbote vom 21.9.2006)![]() Wenn es nach Dr. Klaus Hock und seiner Frau Susanna geht, könnte in vier Wochen im Gewerbegebiet Metten- West schon wieder ein Spatenstich gefeiert werden. Das Ehepaar Hock führt seit einem Jahr die S u. K GmbH, die Produkte der Kunststoff- und Bauindustrie entwickelt. „Ein Patent ist bereits erfolgreich angemeldet, weitere sind in Vorbereitung“, sagt Hock, der zwanzig Jahre lang Entwicklungsleiter bei der Firma Schock war. |
SK-Acryl Gießharze: neuartige Polyurethanacrylate - in weiten Bereichen modifizierbar |
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(Aussteller-News INTERPART 2006) SK-Acryl Harze sind lösungsmittelfrei, lichtbeständig und härten zu transparenten und schlagzähen Produkten aus. Ebenso sind sie als Bindemittel durch ihre ausgezeichnete Benetzung in mineralischen oder mit Glasfaser gefüllten Composites einsetzbar. In diesen Produkten ist je nach verwendetem Füllstoff die große Tiefe und eine farbliche Brillanz der Produkte kennzeichnend. Die Viskosität kann bei SK-Acryl Gießharzen ebenfalls in großen Grenzen variiert und damit der Anwendung angepasst werden. Schnelle Polymerisation - von 2 Minuten bis mehrere Stunden - und die Möglichkeit einfacher Formen, erlauben eine preiswerte Herstellung von Formteilen als Prototypen, Klein- oder Großserien. Neben dem Produkt SK-Acryl Harz bietet ZoE Hilfestellung und Formulierung in der technischen Umsetzung an sowie fertige Composite Produkte unter den Marken ZoElit und ZoElan. |

